FreitagsFäden, Teil 29: Hat jemand mein Instagram-Mojo gesehen?
Ich glaube, ich habe irgendwann im Sommer mein Instagram-Mojo verloren. Falls es jemand gefunden hat, bitte zurückbringen. 😅
Irgendwie komme ich seit dem Sommerurlaub nicht mehr so richtig in meinen Rhythmus. Und das betrifft leider nicht nur Instagram.
Die Tage sind zu kurz, die To-do-Listen zu lang und der Haushalt hat offensichtlich beschlossen, einen Großteil meiner Arbeitszeit für sich zu beanspruchen.
Dazu ein Shop, der immer noch nicht ganz auf dem neuesten Stand ist, ein Etsy-Shop, der gerade brachliegt, und Instagram, wo es sich momentan manchmal anfühlt, als würde ich mit mir selbst reden.
Und ganz nebenbei war der Oktober geschäftlich auch nicht gerade ein Knaller.
Ich mache und tue, sitze stundenlang am Rechner, optimiere hier, ändere dort, schreibe Produkttexte und arbeite irgendwelche Listen ab. Und trotzdem habe ich abends oft das Gefühl, nicht wirklich vorangekommen zu sein.
Das Nervigste daran? Ich komme kaum noch zu dem, was ich eigentlich am liebsten mache: nähen!
Dabei liegen hier wunderschöne neue Stoffe, die endlich verarbeitet werden wollen. Ich hätte Lust, ein neues Schnittmuster auszuprobieren, Tannenbäume zu nähen, an meiner Christmas in a Box zu tüfteln und einfach mal wieder kreativ zu sein.
Was mich diese Woche beschäftigt hat
Ich glaube, es ist gerade weniger die viele Arbeit, die mich nervt. Sondern eher das Gefühl, dass so wenig davon zurückkommt.
Da steckt man Stunden in den Shop, entwickelt neue Produkte, kümmert sich um tausend Kleinigkeiten und wartet irgendwie darauf, dass sich das Ganze auch mal bemerkbar macht.
Durch Bestellungen, Rückmeldungen oder einfach ein bisschen Austausch.
Und wenn dann wenig zurückkommt, ist das schon frustrierend. Muss man auch nicht schönreden.
Natürlich weiß ich, dass hier trotzdem einiges passiert. Nicht jede Bestellung läuft über den Onlineshop, nicht jede Kundin kommentiert auf Instagram und nicht alles, was ich den ganzen Tag erledige, sieht man hinterher.
Aber manchmal wäre ein bisschen mehr Resonanz schon schön.
Was schön war
Kopenhagen! ❤️
Ein paar Tage alleine unterwegs, durch die Stadt schlendern, schöne Läden entdecken, Kaffee trinken und einfach mal Zeit für mich haben. Das hat richtig gutgetan.
Und Leute, diese Stadt! Ich bin mit so vielen neuen Ideen zurückgekommen, dass meine To-do-Liste jetzt eigentlich noch länger ist als vorher. War so nicht geplant. 🙄
An Inspiration mangelt es jedenfalls nicht. Eher an Zeit. Wie immer.
Und ich freue mich tatsächlich auf die kommende Weihnachtszeit im Atelier. Stoffe kombinieren, kleine Geschenkideen entwickeln, Weihnachtsmärkte vorbereiten. Genau mein Ding!
Ausblick auf die nächste Woche
Der November steht vor der Tür und langweilig wird es hier definitiv nicht.
Die ersten Märkte stehen an, am 14. November öffne ich wieder mein Atelier und bis dahin möchte ich noch einiges fertigbekommen.
Vor allem aber möchte ich wieder mehr nähen.
Die neuen Stoffe warten, ein Schnittmuster möchte ausprobiert werden und die ersten Tannenbäume und Christmas in a Box sollen entstehen.
Ob ich das alles schaffe? Vermutlich nicht. Ihr kennt mich. 😏
Aber ich habe mir vorgenommen, nicht mehr jede freie Minute mit Shopoptimierung und irgendwelchen Listen zu verbringen.
Und sonst so?
Vielleicht taucht ja auch mein Instagram-Mojo irgendwann wieder auf.
Bis dahin versuche ich, mich nicht mehr ganz so verrückt zu machen. Weniger überlegen, was der Algorithmus gerne hätte. Weniger analysieren, warum ein Beitrag funktioniert und der nächste nicht. Und einfach wieder mehr zeigen, was hier im Atelier passiert.
Schließlich habe ich KleinstadtMädchen nicht gegründet, um den ganzen Tag vor dem Bildschirm zu sitzen.
Und jetzt mal ehrlich: Kennt ihr solche Phasen auch? In denen ihr ständig beschäftigt seid, aber kaum zu dem kommt, was euch eigentlich Spaß macht?
Habt ein schönes Wochenende!
Daniela 🧵