Freitagsfäden: zwischen Marktstand und Nähmaschine
Eigentlich hätten die Freitagsfäden in den letzten beiden Wochen erscheinen sollen. Stattdessen war hier Ausnahmezustand – im besten Sinne.
Die vergangenen zwei Wochen waren geprägt von zwei großen Märkten an zwei aufeinanderfolgenden Wochenenden. Mit langer Anreise, Übernachtung, Marktaufbau, Marktabbau und allem, was dazugehört. Wer schon einmal einen Marktstand gepackt hat, weiß: die eigentlichen Markttage sind oft der einfachste Teil.
Atelier-Alltag
Zwischen den Märkten lief die Nähmaschine praktisch durchgehend.
Ihr habt mich in den letzten Wochen mit Bestellungen überrannt. Die Blümchenwesten sind komplett ausverkauft, der beliebte Streifenstoff ebenfalls. Und obwohl ich jede freie Minute an der Nähmaschine verbringe, komme ich momentan kaum hinterher.
Also falls ihr gerade auf eure Bestellung wartet: Ich sehe euch. Und ich arbeite mich Stück für Stück durch die Auftragsliste. 🖤
Volle Auftragsbücher sind definitiv ein Luxusproblem. Eines, über das ich mich nach wie vor jeden Tag freue.
Die letzten zwei Wochen
Auch die beiden Märkte hätten kaum besser laufen können.
Viele Gespräche, viele bekannte Gesichter und noch mehr neue Gesichter. Dazu tolle Veranstalter, eine entspannte Stimmung und Kundinnen, die bewusst bei kleinen Labels einkaufen.
Genau deshalb liebe ich Märkte immer noch so sehr. Man sieht, wer die Kleidung trägt. Man hört die Geschichten dazu. Und manchmal verschwinden Teile vom Ständer schneller, als man schauen kann.
Diese Woche im Atelier
- Bestellungen nähen, nähen und noch mehr nähen
- Das Marktauto endlich komplett ausräumen
- Stoffbestände prüfen und nachbestellen
- Die nächsten Markttermine vorbereiten
- Möglichst viele Pakete auf die Reise schicken
Blick nach vorn
In zwei Wochen starten bei uns die Sommerferien. Deshalb ist gerade nicht nur im Atelier viel los, sondern auch privat. Und weil die Frage in den nächsten Wochen sicher häufiger kommt: KleinstadtMädchen macht diesen Sommer vier Wochen Pause.
Bis dahin wird hier aber noch genäht, verpackt und verschickt, was die Nähmaschine hergibt.
Und wer noch auf einen bestimmten Stoff oder ein Lieblingsstück schielt, sollte vielleicht nicht allzu lange überlegen. Die letzten Wochen haben gezeigt, dass manches schneller weg ist als geplant.
Jetzt wird aber erst einmal das Auto vom Wochenende ausgeräumt.
Montag eben. 😉